Optimierung der Selbststudiumsphase
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Studienvorbereitung Mathematik

In diesem Informationspaket finden Sie Erkenntnisse zur Studienvorbereitung und Erfahrungen zum Studienerfolg im Fach Mathematik (Ergebnisse der Fakultät Technik der DHBW Mannheim).

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Wie hängen Mathematik und Studienerfolg in den Ingenieurwissenschaften zusammen?

In technischen Studiengängen spielt die Mathematik eine wichtige Rolle, der Anteil an Mathematikvorlesungen und mathematiklastigen Fächern ist dementsprechend hoch. Solide Grundkenntnissen in Mathematik erleichtern das Studium - im Gegenzug können sich größere Wissenslücken negativ auf den Studienerfolg auswirken, da in der Vorlesungszeit wenig Zeit zur Nachbereitung von Schulinhalten bleibt. Statistische Belege für diese Annahmen werden für die Fakultät Technik der DHBW Mannheim seit 2011 gesammelt[1] , seit 2014 wird außerdem im Rahmen des Hochschulverbundprojekts optes[2] ein erweitertes modulares Vorkursprogramm angeboten und evaluiert (siehe Kapitel 7 für eine Übersicht der Angebote). In diesem Kurzbericht sind einige ausgewählte Ergebnisse aus den bisher durchgeführten Datenanalysen dokumentiert. Die folgenden sechs Kernergebnisse sind zu nennen:
  1. Es konnte ein klarer Zusammenhang zwischen den Studienleistungen in Mathematik im ersten Studienjahr und dem Studienerfolg insgesamt festgestellt werden.
  2. Studienanfänger/-innen mit soliden Vorkenntnissen in Mathematik (= gutem Ergebnis im Eingangstest) hatten signifikant bessere Noten in Mathematik I und im Abschlusszeugnis.
  3. Außerdem statistisch relevant für späteren Studienerfolg waren: - die Note im Schulabschlusszeugnis - die Art der Hochschulzugangsberechtigung (die Leistungen von Studienanfänger/-innen mit allgemeiner Hochschulreife waren durchschnittlich besser ab als die von Studienanfänger/-innen mit Fachhochschulreife) - die Schulnote in Mathematik - die (intensive) Teilnahme am Vorkurs (= Zahl der durchgeführten Online-Selbsttests) - der Grad des Lernerfolgs im Vorkurs
  4. Nicht relevant für den Studienerfolg waren: - Geschlecht - Alter bzw. Abstand zwischen Schule und Hochschule - Bundesland, in dem der Schulabschluss gemacht wurde
  5. Die Analyse der Eingangstestergebnisse zeigen außerdem, dass die Vorkenntnisse der Studienanfänger/-innen sehr unterschiedlich sind, und dass diese Heterogenität in den vergangenen Jahren eher noch zugenommen hat.
  6. Nicht nur die Vorkenntnisse der Studienanfänger/-innen, auch die Datensätze dieser Studie waren sehr heterogen. Es gab eine hohe Varianz und viele Abweichungen vom Durchschnitt, d.h. nicht alle „guten“ Studienanfänger/-innen haben auch gute Leistungen im Studium gezeigt und viele Studienanfänger/-innen mit sehr schlechter Prognose haben es trotzdem erfolgreich beendet.

Mathematik und Studienerfolg in den Ingenieurwissenschaften

Zunächst war von Interesse, ob überhaupt ein Zusammenhang zwischen der Leistung in Mathematik und dem Studienerfolg im Allgemeinen besteht. Basierend auf den Daten des Jahrgangs 2011, der im Jahr 2014 den Bachelorabschluss erreicht hat, wurde der Zusammenhang zwischen Klausurnoten und der Abschlussnote untersucht.
In allen fünf Studiengängen korrelierten die Ergebnisse der Mathematik-Klausuren, die während des Studiums geschrieben werden, hoch und signifikant mit der Abschlussnote. Von allen Klausuren, die im ersten Studienjahr geschrieben werden, hatte die Klausur Mathematik I den stärksten Zusammenhang mit der Durchschnittsnote (dem Grade Point Average GPA) am Ende des Studiums. Auch wenn es in den Daten eine hohe Varianz gibt, ist der Zusammenhang deutlich (Korrelation r = 0,62; p < 0,01) (siehe Abb. 1). Basierend auf diesen Ergebnissen können die Ergebnisse in Mathematik I, neben der Abschlussnote, als ein guter Indikator für Studienerfolg angesehen werden.
Abb. 1 Streudiagramm: Korrelation zwischen Klausurergebnissen in Mathematik I (erstes Studienjahr 2011/12) und kumuliertem GPA (Grade Point Average) am Ende des Studiums (2014)(r = 0,62; p < 0,01) (Anm.: eine Note > 4.0 bedeutet, dass die Klausur nicht bestanden ist)
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[1] ZeMath, Kompetenzzentrum mathematisch-naturwissenschaftliches Basiswissen: www.zemath.de
[2] Förderung über Mittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (Qualitätspakt Lehre), Förderkennzeichen 01PL12012, Standort Mannheim: Teilprojekt formatives eAssessment

Zuletzt geändert: 18. Jul 2016, 15:31, Nicht freigegeben


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