Optimierung der Selbststudiumsphase
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Schmidt, Christian [c.schmidt] - 08. Mär 2018, 08:50

Das optes-Projekt bei der dghd-Jahrestagung 2018

Die diesjährige Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik (dghd) fand vergangene Woche am „Karlsruher Institut für Technologie“ (KIT) statt. Das optes-Team war dort mit zwei Beiträgen vertreten.

Im Rahmen einer Postersession präsentierte Myriam Hamich ihre Überlegungen zur Bedeutung von Selbstlernmaterialien als Basis für die Adaption von Lernprozessen. Das adaptive System hat dabei das Ziel, die Funktion eines persönlichen Tutors bestmöglich nachzuahmen. In einem ersten Testlauf sollen hierzu für die einzelne Lerner Reihenfolge und Intensität der Übungsaufgaben individuell empfohlen werden. Dies geschieht auf Basis des aktuellen Stands individueller Fertigkeiten, der Historie gelöster Aufgaben eines Nutzers sowie dem Vergleich mit vorherigen ähnlichen Nutzern.

In einer gemeinsamen, teilprojektübergreifenden Diskurswerkstatt ging es dann allgemein um die Förderung des Übens in optes. Nach einer kurzen Vorstellung des Projektverbunds sowie einem theoretischen Impuls zum Üben als reflexive Praxis im Hochschulkontext wurden an drei Stationen verschiedene Ansätze zur Förderung des reflexiven Übens in optes präsentiert und gemeinsam mit den Teilnehmenden diskutiert.

An einer Station ging es um den Ablauf sowie das Kerncurriculum des Propädeutikums in optes. Darüber hinaus wurden die sechs Handlungsaspekte, die optes zugrundliegen vorgestellt und jeweils anhand eines Aufgabenbeispiels gezeigt, wie diese adressiert werden.

Die zweite Station widmete sich dem ePortfolio. Als Hub bündelt es verschiedene den Lernprozess unterstützende Angebote. Es ist die zentrale Stelle für die Reflexion von Lernprozessen in optes und gleichzeitig auch ein Bindeglied zwischen mathematisch-inhaltlicher Auseinandersetzung der Lernenden einerseits und der mentoriellen Lernprozessbegleitung andererseits.

An der dritten Station wurde schließlich ein Überblick darüber gegeben, wie komplexe Fragenpools zum Üben und Prüfen genutzt werden können. Komplexe Fragenpools sind die informationstechnische Umsetzung in ILIAS, um ein vielfältiges Angebot an Aufgaben zu verschiedenen Themen und mit unterschiedlicher Zielsetzung und Komplexität zu verwalten. Sie können dann als zentrale Aufgabensammlung in unterschiedliche Kontexte eingebettet werden und ermöglichen unterschiedliche Fragetypen. Durch die Integration solch komplexer Fragenpools ins Studium entstehen neue Lernräume, die einerseits Studierende beim Üben im Rahmen ihres Selbststudiums sowie andererseits auch Dozierende bei der Vorbereitung und Gestaltung ihrer Lehre unterstützen.

Die Präsentation der quantitativen Ergebnisse zur Praxis des Übens aus der ersten optes-Förderphase musste leider krankheitsbedingt ausfallen. Der Foliensatz steht aber gemeinsam mit weiteren Materialien am Ende des Beitrags zum Download bereit.

Die Diskussionen mit den Teilnehmern waren durchaus erkenntnisreich und haben uns neue Impulse für die weitere Arbeit am optes-Angebot mitgegeben. Als positives Fazit wurde uns häufig zurückgemeldet, dass man sieht, wieviel Arbeit in die bisherigen Maßnahmen geflossen ist und man daher kaum glauben kann, dass die Ergebnisse freilizenziert allen zur Verfügung gestellt werden. Ist aber so. Bei Interesse können Sie sich selber in unserem Anwendernetzwerk registrieren und sich dann im Materialienpool umschauen und bedienen.

Über Ihr Feedback zu unseren Angeboten würden wir uns freuen.

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